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Hesekiel kapitel 16 - DE_schlachterbibel | Bibel-lesen.com

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  • 1 Johannes 4-5  

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Hesekiel kapitel 16
Buch
Kapitel
Kommentar
1
Und das Wort des HERRN erging an mich also:
2
Menschensohn, halte Jerusalem ihre Greuel vor und sprich:
3
So spricht Gott, der HERR, zu Jerusalem: Nach Herkunft und Geburt stammst du aus dem Lande der Kanaaniter; dein Vater war ein Amoriter und deine Mutter eine Hetiterin.
4
Mit deiner Geburt war es also: Am Tage, da du geboren wurdest, ist deine Nabelschnur nicht abgeschnitten worden; du bist auch nicht im Wasser gebadet worden zu deiner Reinigung; man hat dich weder mit Salz gerieben, noch in Windeln eingewickelt.
5
Niemandes Auge hat Mitleid mit dir gehabt, da├č er dir etwas derartiges erwiesen und sich ├╝ber dich erbarmt h├Ątte, sondern du wurdest auf das Feld hinausgeworfen, so verachtet war dein Leben am Tage deiner Geburt.
6
Da ging ich an dir vor├╝ber und sah dich in deinem Blute zappeln und sprach zu dir, als du in deinem Blute dalagst: Du sollst leben! Ja, zu dir in deinem Blute sprach ich: Du sollst leben!
7
Ich lie├č dich zu vielen Tausenden werden wie das Gew├Ąchs des Feldes. Du wuchsest und wurdest gro├č und gelangtest zur sch├Ânsten Bl├╝te. Deine Br├╝ste w├Âlbten sich, und dein Haar wuchs, aber du warst noch nackt und blo├č.
8
Als ich nun an dir vor├╝berging und dich sah, siehe, da war deine Zeit da, die Zeit der Liebe. Da breitete ich meine Decke ├╝ber dich und bedeckte deine Bl├Â├če. Ich schwur dir auch und machte einen Bund mit dir, spricht Gott, der HERR; und du wurdest mein!
9
Da habe ich dich mit Wasser gebadet und dein Blut von dir abgewaschen und dich mit ├ľl gesalbt.
10
Ich habe dich mit buntgewirkten Kleidern bekleidet und dir Schuhe angezogen von Seehundsfellen; ich habe dich mit feiner wei├čer Baumwolle angetan und dich in Seide geh├╝llt.
11
Ich zierte dich mit k├Âstlichem Schmuck; ich legte dir Spangen an die Arme und eine Kette um deinen Hals;
12
ich legte einen Ring an deine Nase und Ringe an deine Ohren und setzte dir eine Ehrenkrone auf das Haupt.
13
Also warst du geziert mit Gold und Silber, und dein Kleid war von feiner wei├čer Baumwolle, von Seide und Buntwirkerei. Du a├čest Semmel und Honig und ├ľl und wurdest ├╝beraus sch├Ân und brachtest es bis zur K├Ânigsw├╝rde.
14
Und dein Ruhm erscholl unter den Heiden wegen deiner Sch├Ânheit; denn sie war ganz vollkommen infolge des Schmuckes, welchen ich dir angelegt hatte, spricht Gott, der HERR.
15
Du aber verlie├čest dich auf deine Sch├Ânheit und buhltest auf deine Ber├╝hmtheit hin und gossest deine Buhlerei ├╝ber jeden aus, der vor├╝berging, und wurdest sein.
16
Du nahmst auch von deinen Kleidern und machtest dir bunte H├Âhen und triebst darauf Unzucht, wie sie niemals vorgekommen ist und nie wieder getrieben wird.
17
Du nahmst auch deine Schmucksachen von meinem Gold und Silber, welche ich dir gegeben hatte, und machtest dir Mannsbilder daraus und buhltest mit ihnen.
18
Du nahmst auch deine buntgewirkten Kleider und bekleidetest sie damit; und mein ├ľl und mein R├Ąucherwerk legtest du ihnen vor.
19
Meine Speise, welche ich dir gegeben hatte, Semmel, ├ľl und Honig, womit ich dich speiste, legtest du ihnen vor als lieblichen Geruch. Solches ist geschehen, spricht Gott, der HERR!
20
Ferner hast du deine S├Âhne und deine T├Âchter genommen, die du mir geboren hattest, und hast sie ihnen geopfert zum Fra├če!
21
War es nicht genug an deiner Buhlerei, da├č du noch meine Kinder schlachtetest und sie dahingabst, indem du sie f├╝r jene durchs Feuer gehen lie├čest?
22
Und bei allen deinen Greueln und deinen Buhlereien hast du nicht an die Tage deiner Jugend gedacht, wie du damals nackt und blo├č in deinem Blute zappeltest!
23
Nach aller dieser deiner Bosheit (wehe, wehe, wehe dir, spricht Gott, der HERR),
24
hast du dir noch Gew├Âlbe gebaut und H├Âhen gemacht auf jedem freien Platz.
25
An allen Stra├čenecken hast du deine H├Âhen gebaut; und du hast deine Sch├Ânheit gesch├Ąndet; du spreiztest deine Beine aus gegen alle, die vor├╝bergingen, und hast immer ├Ąrger Unzucht getrieben.
26
Du buhltest mit den S├Âhnen ├ägyptens, deinen Nachbarn, die gro├čes Fleisch hatten, und hast immer mehr Unzucht getrieben, um mich zum Zorn zu reizen.
27
Aber siehe, da streckte ich meine Hand gegen dich aus und minderte dir deine Kost und gab dich dem Mutwillen deiner Feindinnen, der T├Âchter der Philister, preis, die sich deines verruchten Wesens sch├Ąmten.
28
Da buhltest du mit den S├Âhnen Assyriens, da du uners├Ąttlich warst. Du buhltest mit ihnen, wurdest aber doch nicht satt.
29
Da triebst du noch mehr Unzucht, nach dem Kr├Ąmerlande Chald├Ąa hin. Aber auch da wurdest du nicht satt.
30
Wie schmachtete dein Herz, spricht Gott, der HERR, da du solches alles ver├╝btest wie ein freches Hurenweib,
31
da├č du deine Gew├Âlbe an allen Stra├čenecken bautest und deine H├Âhen auf allen freien Pl├Ątzen machtest. Nur darin warst du nicht wie eine andere Hure, da├č du den Buhlerlohn verschm├Ąhtest.
32
O, du ehebrecherisches Weib, welches anstatt ihres Ehemannes Fremde annimmt!
33
Sonst gibt man allen Huren Lohn; du aber gibst allen deinen Buhlern Lohn und beschenkst sie, da├č sie von allen Orten zu dir kommen und Unzucht mit dir treiben!
34
Es geht bei dir in der Hurerei umgekehrt wie bei andern Weibern; dir hurt man nicht nach; und du gibst Buhlerlohn, dir aber wird kein Buhlerlohn gegeben. So wirst du zum Widerspiel.
35
Darum, du Hure, h├Âre das Wort des HERRN!
36
So spricht Gott, der HERR: Weil du dein Geld also verschwendet und mit deiner Hurerei deine Scham gegen alle deine Buhlen und gegen alle deine greuelhaften G├Âtzen entbl├Â├čt hast, und wegen des Blutes deiner Kinder, welche du ihnen geopfert hast,
37
darum siehe, will ich alle deine Buhlen, denen du gefallen hast, alle die du geliebt und alle die du geha├čt hast, zusammenrufen: ja, ich will sie von allen Orten wider dich versammeln und deine Scham vor ihnen aufdecken, da├č sie alle deine Scham sehen sollen.
38
Ich will dir auch das Urteil sprechen, wie man den Ehebrecherinnen und Blutvergie├čerinnen das Urteil spricht, und an dir das Blutgericht vollziehen mit Grimm und Eifer.
39
Und ich will dich in ihre Gewalt geben, und sie werden deine Gew├Âlbe abbrechen und deine H├Âhen umrei├čen; sie werden dir deine Kleider ausziehen; sie werden dir allen deinen kostbaren Schmuck nehmen und dich nackt und blo├č sitzen lassen.
40
Sie werden auch eine Versammlung wider dich aufbieten; sie werden dich steinigen und dich mit ihren Schwertern zerhauen.
41
Sie werden deine H├Ąuser mit Feuer verbrennen und an dir das Strafgericht vollziehen vor den Augen vieler Weiber. Also will ich deiner Hurerei ein Ende machen, und du wirst hinfort auch keinen Buhlerlohn mehr geben.
42
Und ich will meinen grimmigen Zorn an dir stillen, da├č sich mein Eifer von dir wende und ich Ruhe finde und nicht mehr zum Zorn gereizt werde.
43
Weil du nicht an die Tage deiner Jugend gedacht, sondern mich durch dies alles erz├╝rnt hast, siehe, so will auch ich dir deinen Wandel auf deinen Kopf bringen, spricht Gott, der HERR, damit du nicht zu allen deinen Greueln noch weitere Schandtaten ver├╝best!
44
Siehe, alle Spruchdichter werden auf dich dieses Sprichwort anwenden: ┬źWie die Mutter, so die Tochter!┬╗
45
Du bist die Tochter deiner Mutter, welche ihren Mann und ihre Kinder verachtet hat, und du bist die Schwester deiner Schwestern, die ihrer M├Ąnner und Kinder ├╝berdr├╝ssig geworden sind. Eure Mutter war eine Hetiterin und euer Vater ein Amoriter.
46
Deine ├Ąltere Schwester ist Samaria mit ihren T├Âchtern, die zu deiner Linken wohnen; deine j├╝ngere Schwester aber, welche zu deiner Rechten wohnt, ist Sodom mit ihren T├Âchtern.
47
Auf ihren Wegen bist du nicht gewandelt, und nach ihren Greueln hast du nicht getan, sondern, wie wenn dieses zu wenig gewesen w├Ąre, hast du sie verachtet und es ├Ąrger getrieben als sie in all deinem Wandel.
48
So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, deine Schwester Sodom hat nicht so ├╝bel gehandelt, wie du und deine T├Âchter getan haben.
49
Siehe, das war die S├╝nde deiner Schwester Sodom: Hoffart, Sattheit und sorglose Ruhe ward ihr und ihren T├Âchtern zuteil; aber dem Armen und D├╝rftigen reichten sie nie die Hand,
50
sondern sie waren stolz und ver├╝bten Greuel vor mir; deswegen verwarf ich sie auch, als ich es sah.
51
Auch Samaria hat nicht halb so viel ges├╝ndigt wie du; sondern du hast viel mehr Greuel ver├╝bt als sie, so da├č du deine Schwestern gerecht erscheinen lie├čest durch alle deine Greuel, welche du begangen hast!
52
So trage nun auch du deine Schande, die du f├╝r deine Schwestern eingetreten bist durch deine S├╝nden, in welchen du gr├Â├čere Greuel begangen hast als sie, so da├č sie gerechter dastehen als du! Darum sch├Ąme du dich auch und trage deine Schande, weil du deine Schwestern gerechtfertigt hast!
53
Ich will aber ihre Gefangenschaft wenden, die Gefangenschaft Sodoms und ihrer T├Âchter und die Gefangenschaft Samarias und ihrer T├Âchter; auch deine Gefangenschaft in ihrer Mitte will ich wenden,
54
damit du deine Schande tragest und dich alles dessen sch├Ąmest, was du getan hast, wodurch du ihnen zum Troste dientest.
55
Also werden deine Schwestern, Sodom und ihre T├Âchter, wieder zur ihrem fr├╝heren Stande zur├╝ckkehren; auch Samaria und ihre T├Âchter sollen wieder zu ihrem fr├╝heren Stande zur├╝ckkehren; und du und deine T├Âchter, ihr sollt auch in euren fr├╝heren Stand zur├╝ckkehren.
56
Es war von deiner Schwester Sodom nichts zu h├Âren aus deinem Munde zur Zeit deines Stolzes,
57
ehe deine Bosheit auch an den Tag kam, zu der Zeit, da die T├Âchter Syriens und alle ihre Nachbarn dich schm├Ąhten und die T├Âchter der Philister dich ringsum verachteten.
58
Deine Unzucht und deine Greuel, wahrlich, du mu├čt sie tragen, spricht Gott, der HERR.
59
Denn also spricht Gott, der HERR: ich tue dir, wie du getan hast! Du hast den Eid verachtet, den Bund gebrochen.
60
Aber ich will meines Bundes gedenken, welchen ich mit dir in den Tagen deiner Jugend geschlossen habe, und ich will einen ewigen Bund mit dir aufrichten.
61
Alsdann wirst du an deine Wege gedenken und dich sch├Ąmen, wenn du deine ├Ąlteren und j├╝ngeren Schwestern zu dir nehmen wirst, welche ich dir zu T├Âchtern geben will, obgleich nicht auf Grund deines Bundes.
62
Aber ich will meinen Bund mit dir aufrichten, und du sollst erfahren, da├č ich der HERR bin,
63
damit du daran denkest und dich sch├Ąmest und vor Scham den Mund nicht auftun d├╝rfest, wenn ich dir alles verzeihe, was du getan hast, spricht Gott, der HERR.
   

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