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Ruth kapitel 2 - DE_Elberfelderbibel1905 | Bibel-lesen.com

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Ruth kapitel 2
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Kapitel
Kommentar
1
Und Noomi hatte einen Verwandten ihres Mannes, einen verm├Âgenden Mann, aus dem Geschlecht Elimelechs, und sein Name war Boas.
2
Und Ruth, die Moabitin, sprach zu Noomi: La├č mich doch aufs Feld gehen und unter den ├ähren lesen hinter dem her, in dessen Augen ich Gnade finden werde. Und sie sprach zu ihr: Gehe hin, meine Tochter.
3
Und sie ging hin und kam und las auf dem Felde hinter den Schnittern her; und sie traf zuf├Ąllig das Feldst├╝ck des Boas, der aus dem Geschlecht Elimelechs war.
4
Und siehe, Boas kam von Bethlehem und sprach zu den Schnittern: Jehova sei mit euch! Und sie sprachen zu ihm: Jehova segne dich!
5
Und Boas sprach zu seinem Knechte, der ├╝ber die Schnitter bestellt war: Wem geh├Ârt dieses M├Ądchen?
6
Und der Knecht, der ├╝ber die Schnitter bestellt war, antwortete und sprach: Es ist ein moabitisches M├Ądchen, das mit Noomi aus den Gefilden Moabs zur├╝ckgekehrt ist;
7
und sie sprach: La├č mich doch auflesen und unter den Garben sammeln hinter den Schnittern her! Und so ist die gekommen und dageblieben vom Morgen an bis jetzt; was sie im Hause gesessen hat, ist wenig.
8
Und Boas sprach zu Ruth: H├Ârst du, meine Tochter? Gehe nicht, um auf einem anderen Felde aufzulesen, und gehe auch nicht von hinnen, sondern halte dich hier zu meinen M├Ągden.
9
Deine Augen seien auf das Feld gerichtet, welches man schneidet, und gehe hinter ihnen her; habe ich nicht den Knaben geboten, dich nicht anzutasten? Und wenn dich d├╝rstet, so gehe zu den Gef├Ą├čen und trinke von dem, was die Knaben sch├Âpfen.
10
Da fiel sie auf ihr Angesicht und beugte sich zur Erde nieder und sprach zu ihm: Warum habe ich Gnade gefunden in deinen Augen, da├č du mich beachtest, da ich doch eine Fremde bin?
11
Und Boas antwortete und sprach zu ihr: Es ist mir alles wohl berichtet worden, was du an deiner Schwiegermutter getan hast nach dem Tode deines Mannes, indem du deinen Vater und deine Mutter und das Land deiner Geburt verlassen hast und zu einem Volke gezogen bist, das du fr├╝her nicht kanntest.
12
Jehova vergelte dir dein Tun, und voll sei dein Lohn von Jehova, dem Gott Israels, unter dessen Fl├╝geln Zuflucht zu suchen du gekommen bist!
13
Und sie sprach: M├Âge ich Gnade finden in deinen Augen, mein Herr! Denn du hast mich getr├Âstet und hast zum Herzen deiner Magd geredet, und doch bin ich nicht wie eine deiner M├Ągde.
14
Und Boas sprach zu ihr zur Zeit des Essens: Tritt hierher, und i├č von dem Brote und tunke deinen Bissen in den Essig. Da setzte sie sich zur Seite der Schnitter; und er reichte ihr ger├Âstete K├Ârner, und sie a├č und wurde satt und lie├č ├╝brig.
15
Und sie stand auf, um aufzulesen; und Boas gebot seinen Knaben und sprach: Auch zwischen den Garben mag sie auflesen, und ihr sollt sie nicht besch├Ąmen;
16
und auch sollt ihr selbst aus den Bündeln Ähren für sie herausziehen und sie liegen lassen, damit sie sie auflese, und sollt sie nicht schelten.
17
Und sie las auf dem Felde auf bis zum Abend, und sie schlug aus, was sie aufgelesen hatte, und es war bei einem Epha Gerste.
18
Und sie nahm es auf und kam in die Stadt, und ihre Schwiegermutter sah, was sie aufgelesen hatte; und sie zog hervor und gab ihr, was sie ├╝briggelassen, nachdem sie sich ges├Ąttigt hatte.
19
Da sprach ihre Schwiegermutter zu ihr: Wo hast du heute aufgelesen, und wo hast du gearbeitet? Gesegnet sei, der dich beachtet hat! Und sie tat ihrer Schwiegermutter kund, bei wem sie gearbeitet hatte, und sprach: Der Name des Mannes, bei dem ich heute gearbeitet habe, ist Boas.
20
Da sprach Noomi zu ihrer Schwiegertochter: Gesegnet sei er von Jehova, dessen G├╝te nicht abgelassen hat von den Lebenden und von den Toten! Und Noomi sprach zu ihr: Der Mann ist uns nahe verwandt, er ist einer von unseren Blutsverwandten.
21
Und Ruth, die Moabitin, sprach: Er hat auch zu mir gesagt: Du sollst dich zu meinen Leuten halten, bis sie meine ganze Ernte beendigt haben.
22
Und Noomi sprach zu Ruth, ihrer Schwiegertochter: Es ist gut, meine Tochter, da├č du mit seinen M├Ągden ausgehst, da├č man dich nicht anfalle auf einem anderen Felde.
23
Und so hielt sie sich zu den M├Ągden des Boas, um aufzulesen, bis die Gerstenernte und die Weizenernte beendigt waren. Und sie wohnte bei ihrer Schwiegermutter.
   

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