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Johannes kapitel 4 - DE_Elberfelderbibel1905 | Bibel-lesen.com

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Johannes kapitel 4
Buch
Kapitel
Kommentar
1
Als nun der Herr erkannte, da├č die Pharis├Ąer geh├Ârt hatten, da├č Jesus mehr J├╝nger mache und taufe als Johannes
2
(wiewohl Jesus selbst nicht taufte, sondern seine J├╝nger),
3
verlie├č er Jud├Ąa und zog wieder nach Galil├Ąa.
4
Er mu├čte aber durch Samaria ziehen.
5
Er kommt nun in eine Stadt Samarias, genannt Sichar, nahe bei dem Felde, welches Jakob seinem Sohne Joseph gab.
6
Es war aber daselbst eine Quelle Jakobs. Jesus nun, erm├╝det von der Reise, setzte sich also an die Quelle nieder. Es war um die sechste Stunde.
7
Da kommt ein Weib aus Samaria, Wasser zu sch├Âpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken.
8
(Denn seine J├╝nger waren weggegangen in die Stadt, um Speise zu kaufen.)
9
Das samaritische Weib spricht nun zu ihm: Wie bittest du, der du ein Jude bist, von mir zu trinken, die ich ein samaritisches Weib bin? (Denn die Juden verkehren nicht mit den Samaritern.)
10
Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes kenntest, und wer es ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken, so w├╝rdest du ihn gebeten haben, und er h├Ątte dir lebendiges Wasser gegeben.
11
Das Weib spricht zu ihm: Herr, du hast kein Sch├Âpfgef├Ą├č, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn das lebendige Wasser?
12
Du bist doch nicht gr├Â├čer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gab, und er selbst trank aus demselben und seine S├Âhne und sein Vieh?
13
Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wiederum d├╝rsten;
14
wer irgend aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht d├╝rsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.
15
Das Weib spricht zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht d├╝rste und ich nicht hierher komme, um zu sch├Âpfen.
16
Jesus spricht zu ihr: Gehe hin, rufe deinen Mann und komm hierher.
17
Das Weib antwortete und sprach: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen Mann;
18
denn f├╝nf M├Ąnner hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; hierin hast du wahr geredet.
19
Das Weib spricht zu ihm: Herr, ich sehe, da├č du ein Prophet bist.
20
Unsere V├Ąter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr saget, da├č in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten m├╝sse.
21
Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Stunde, da ihr weder auf diesem Berge, noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
22
Ihr betet an und wisset nicht, was; wir beten an und wissen, was, denn das Heil ist aus den Juden.
23
Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahrhaftigen Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter.
24
Gott ist ein Geist, und die ihn anbeten, m├╝ssen in Geist und Wahrheit anbeten.
25
Das Weib spricht zu ihm: Ich wei├č, das der Messias kommt, welcher Christus genannt wird; wenn jener kommt, wird er uns alles verk├╝ndigen.
26
Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet.
27
Und ├╝ber diesem kamen seine J├╝nger und verwunderten sich, da├č er mit einem Weibe redete. Dennoch sagte niemand: Was suchst du? oder: Was redest du mit ihr?
28
Das Weib nun lie├č ihren Wasserkrug stehen und ging weg in die Stadt und sagt zu den Leuten:
29
Kommet, sehet einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was irgend ich getan habe; dieser ist doch nicht etwa der Christus?
30
Sie gingen zu der Stadt hinaus und kamen zu ihm.
31
In der Zwischenzeit aber baten ihn die J├╝nger und sprachen: Rabbi, i├č.
32
Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennet.
33
Da sprachen die J├╝nger zueinander: Hat ihm wohl jemand zu essen gebracht?
34
Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist, da├č ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.
35
Saget ihr nicht: Es sind noch vier Monate, und die Ernte kommt? Siehe, ich sage euch: Hebet eure Augen auf und schauet die Felder an, denn sie sind schon wei├č zur Ernte.
36
Der da erntet, empf├Ąngt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, auf da├č beide, der da s├Ąt und der da erntet, zugleich sich freuen.
37
Denn hierin ist der Spruch wahr: Ein anderer ist es, der da s├Ąt, und ein anderer, der da erntet.
38
Ich habe euch gesandt, zu ernten, woran ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten.
39
Aus jener Stadt aber glaubten viele von den Samaritern an ihn um des Wortes des Weibes willen, welches bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was irgend ich getan habe.
40
Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb daselbst zwei Tage.
41
Und noch viele mehr glaubten um seines Wortes willen;
42
und sie sagten zu dem Weibe: Wir glauben nicht mehr um deines Redens willen, denn wir selbst haben geh├Ârt und wissen, da├č dieser wahrhaftig der Heiland der Welt ist.
43
Nach den zwei Tagen aber zog er von dannen aus und ging hin nach Galil├Ąa;
44
denn Jesus selbst bezeugte, da├č ein Prophet in dem eigenen Vaterlande keine Ehre hat.
45
Als er nun nach Galil├Ąa kam, nahmen die Galil├Ąer ihn auf, da sie alles gesehen, was er in Jerusalem auf dem Feste getan hatte; denn auch sie kamen zu dem Fest.
46
Er kam nun wiederum nach Kana in Galil├Ąa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war ein gewisser k├Âniglicher Beamter, dessen Sohn krank war, in Kapernaum.
47
Als dieser geh├Ârt hatte, da├č Jesus aus Jud├Ąa nach Galil├Ąa gekommen sei, ging er zu ihm hin und bat ihn , da├č er herabkomme und seinen Sohn heile; denn er lag im Sterben.
48
Jesus sprach nun zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so werdet ihr nicht glauben.
49
Der k├Ânigliche Beamte spricht zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt!
50
Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebt. Und der Mensch glaubte dem Worte, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin.
51
Aber schon w├Ąhrend er hinabging, begegneten ihm seine Knechte und berichteten, da├č sein Knabe lebe.
52
Er erforschte nun von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm geworden sei; und sie sagten zu ihm: Gestern zur siebten Stunde verlie├č ihn das Fieber.
53
Da erkannte der Vater, da├č es in jener Stunde war, in welcher Jesus zu ihm sagte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte, er und sein ganzes Haus.
54
Dies tat Jesus wiederum als zweites Zeichen, als er aus Jud├Ąa nach Galil├Ąa gekommen war.
   

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