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Bibellesen Anfang - DE_GERNEUE - Tag 17 | Bibel-lesen.com

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Johannes kapitel 11
1
Nun wurde ein Mann in Betanien krank. Er hie├č Lazarus. Betanien war das Dorf, in dem auch Maria und ihre Schwester Marta wohnten.
2
Maria war die Frau, die dem Herrn das kostbare Salb├Âl ├╝ber die F├╝├če gegossen und sie dann mit ihren Haaren abgetrocknet hatte. Lazarus war ihr Bruder.
3
Da schickten die Schwestern eine Botschaft zu Jesus und lie├čen ihm sagen: "Herr, der, den du lieb hast, ist krank!"
4
Als Jesus das h├Ârte, sagte er: "Am Ende dieser Krankheit steht nicht der Tod, sondern die Herrlichkeit Gottes. Der Sohn Gottes soll dadurch geehrt werden."
5
Jesus liebte Marta und ihre Schwester und den Lazarus.
6
Als er nun h├Ârte, dass Lazarus krank sei, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war.
7
Erst dann sagte er zu seinen J├╝ngern: "Wir gehen wieder nach Jud├Ąa zur├╝ck!"
8
"Rabbi", wandten die J├╝nger ein, "eben noch haben die Juden dort versucht, dich zu steinigen. Und jetzt willst du wieder dahin?"
9
Jesus entgegnete: "Ist es am Tag nicht zw├Âlf Stunden hell? Solange es hell ist, kann ein Mensch sicher seinen Weg gehen, ohne anzusto├čen, weil er das Tageslicht hat.
10
Wer aber in der Nacht unterwegs ist, stolpert, weil er kein Licht bei sich hat."
11
Dann sagte er zu seinen J├╝ngern: "Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen. Aber ich gehe jetzt hin, um ihn aufzuwecken."
12
"Herr, wenn er schl├Ąft, wird er gesund werden", sagten die J├╝nger.
13
Sie dachten, er rede vom nat├╝rlichen Schlaf. Jesus hatte aber von seinem Tod gesprochen.
14
Da sagte er es ihnen ganz offen: "Lazarus ist gestorben.
15
Und wegen euch bin ich froh, dass ich nicht dort war, damit ihr glauben lernt. Aber kommt, lasst uns zu ihm gehen!"
16
Thomas, den man auch Zwilling nannte, sagte zu den anderen J├╝ngern: "Ja, lasst uns mitgehen und mit ihm sterben!"
17
Als Jesus ankam, erfuhr er, dass Lazarus schon vier Tage in der Grabh├Âhle lag.
18
Betanien war nur drei Kilometer von Jerusalem entfernt,
19
und viele Leute aus der Stadt waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu tr├Âsten.
20
Als Marta h├Ârte, dass Jesus auf dem Weg zu ihnen war, lief sie ihm entgegen. Maria blieb im Haus.
21
"Herr", sagte Marta zu Jesus, "wenn du hier gewesen w├Ąrst, dann w├Ąre mein Bruder nicht gestorben.
22
Aber ich wei├č, dass Gott dir auch jetzt keine Bitte abschlagen wird."
23
"Dein Bruder wird auferstehen!", sagte Jesus zu ihr.
24
"Ich wei├č, dass er auferstehen wird", entgegnete Marta, "bei der Auferstehung an jenem letzten Tag."
25
Da sagte Jesus: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
26
Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?"
27
"Ja, Herr!", antwortete sie, "ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll."
28
Danach ging sie weg, um ihre Schwester Maria zu holen. "Der Rabbi ist da!", sagte sie unbemerkt zu ihr. "Er will dich sehen!"
29
Da stand Maria sofort auf und lief ihm entgegen.
30
Jesus war noch nicht ins Dorf hineingekommen. Er war immer noch an der Stelle, wo Marta ihn getroffen hatte.
31
Die Juden, die bei Maria im Haus gewesen waren, um sie zu tr├Âsten, sahen, wie sie pl├Âtzlich aufstand und hinausging. Sie dachten, sie wolle zur Gruft gehen, um dort zu weinen, und folgten ihr.
32
Als Maria nun an die Stelle kam, wo Jesus war, warf sie sich ihm zu F├╝├čen und sagte: "Herr, wenn du hier gewesen w├Ąrst, dann w├Ąre mein Bruder nicht gestorben."
33
Als Jesus die weinende Maria sah und die Leute, die mit ihr gekommen waren, wurde er zornig und war sehr erregt.
34
"Wo habt ihr ihn hingelegt?", fragte er sie. "Komm und sieh selbst", antworteten die Leute.
35
Da brach Jesus in Tr├Ąnen aus.
36
"Seht einmal, wie lieb er ihn gehabt hat", sagten die Juden.
37
Aber einige von ihnen meinten: "Er hat doch den Blinden geheilt. H├Ątte er nicht auch Lazarus vor dem Tod bewahren k├Ânnen?"
38
Da wurde Jesus wieder zornig und ging zur Gruft. Das war eine H├Âhle, deren Eingang mit einem gro├čen Stein verschlossen war.
39
"W├Ąlzt den Stein weg!", sagte Jesus. Doch Marta, die Schwester des Verstorbenen wandte ein: "Herr, der Geruch! Er liegt ja schon vier Tage hier."
40
Jesus erwiderte: "Ich habe dir doch gesagt, dass du die Herrlichkeit Gottes sehen wirst, wenn du mir vertraust!"
41
Da w├Ąlzten sie den Stein beiseite. Jesus blickte zum Himmel auf und sagte: "Vater, ich danke dir, dass du mich erh├Ârt hast.
42
Ich wei├č, dass du mich immer erh├Ârst. Aber wegen der Menschenmenge, die hier steht, habe ich es laut gesagt. Sie sollen glauben, dass du mich gesandt hast."
43
Danach rief er mit lauter Stimme: "Lazarus, komm heraus!"
44
Da kam der Tote heraus, H├Ąnde und F├╝├če mit Grabbinden umwickelt und das Gesicht mit einem Schwei├čtuch zugebunden. "Macht ihn frei und lasst ihn gehen!", sagte Jesus.
45
Als sie das gesehen hatten, glaubten viele der Juden, die zu Maria gekommen waren, an Jesus.
46
Doch einige von ihnen gingen zu den Pharis├Ąern und berichteten, was Jesus getan hatte.
47
Da riefen die Hohen Priester und Pharis├Ąer den Hohen Rat zusammen. "Was sollen wir tun?", fragten sie. "Dieser Mensch tut viele aufsehenerregende Dinge!
48
Wenn wir ihn so weitermachen lassen, werden schlie├člich noch alle an ihn glauben. Und dann werden die R├Âmer eingreifen. Sie werden unseren Tempel und das ganze Volk vernichten."
49
Einer von ihnen, Kajafas, der in jenem Jahr der amtierende Hohe Priester war, sagte: "Ihr begreift aber auch gar nichts!
50
Versteht ihr denn nicht, dass es viel besser f├╝r uns ist, wenn einer f├╝r alle stirbt und nicht das ganze Volk umkommt?"
51
Er hatte das nicht von sich aus gesagt, sondern in seiner Eigenschaft als Hoher Priester die Weissagung ausgesprochen, dass Jesus f├╝r diese Nation sterben sollte.
52
Jesus starb allerdings nicht nur f├╝r das j├╝dische Volk, sondern auch, um die in aller Welt verstreuten Kinder Gottes zu einem Volk zusammenzuf├╝hren.
53
Von diesem Tag an waren sie fest entschlossen, ihn zu t├Âten.
54
Jesus zeigte sich deshalb nicht mehr ├Âffentlich unter den Juden, sondern hielt sich mit seinen J├╝ngern in einer Gegend am Rand der W├╝ste auf, in einer Ortschaft namens Ephraim.
55
Doch das j├╝dische Passafest kam n├Ąher und viele Menschen aus dem ganzen Land zogen nach Jerusalem, um sich dort den Reinigungszeremonien f├╝r das Fest zu unterziehen.
56
Sie hielten Ausschau nach Jesus. Wenn sie im Tempel zusammenstanden, fragten sie einander: "Was meint ihr? Ob er wohl zum Fest kommen wird?"
57
Die Hohen Priester und die Pharis├Ąer hatten angeordnet, dass jeder es melden m├╝sste, wenn ihm der Aufenthaltsort von Jesus bekannt w├Ąre. Denn sie wollten ihn verhaften.
   

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