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Die ganze Bibel - der Leseplan daf├╝r in (365 Tage) - DE_LUHTER1912APOG - Tag 77 | Bibel-lesen.com

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Tag 76 Tag 77Tag 78
Ruth kapitel 1
1
Zu der Zeit, da die Richter regierten, ward eine Teuerung im Lande. Und ein Mann von Bethlehem-Juda zog wallen in der Moabiter Land mit seinem Weibe und seinen zwei S├Âhnen.
2
Der hie├č Elimelech und sein Weib Naemi und seine zwei S├Âhne Mahlon und Chiljon; die waren Ephrather von Bethlehem-Juda. Und da sie kamen ins Land der Moabiter, blieben sie daselbst.
3
Und Elimelech, der Naemi Mann, starb, und sie blieb ├╝brig mit ihren zwei S├Âhnen.
4
Die nahmen moabitische Weiber; eine hie├č Orpa, die andere Ruth. Und da sie daselbst gewohnt hatten ungef├Ąhr zehn Jahre,
5
starben sie alle beide, Mahlon und Chiljon, da├č das Weib ├╝berlebte beide S├Âhne und ihren Mann.
6
Da machte sie sich auf mit ihren zwei Schwiegert├Âchtern und zog wieder aus der Moabiter Lande; denn sie hatte erfahren im Moabiterlande, da├č der HERR sein Volk hatte heimgesucht und ihnen Brot gegeben.
7
Und sie ging aus von dem Ort, da sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegert├Âchter mit ihr. Und da sie ging auf dem Wege, da├č sie wiederk├Ąme ins Land Juda,
8
sprach sie zu ihren beiden Schwiegert├Âchtern: Geht hin und kehrt um, eine jegliche zu ihrer Mutter Haus. Der HERR tue an euch Barmherzigkeit, wie ihr an den Toten und mir getan habt!
9
Der HERR gebe euch, da├č ihr Ruhe findet, eine jegliche in ihres Mannes Hause! Und k├╝├čte sie. Da hoben sie ihre Stimmen auf und weinten
10
und sprachen zu ihr: Wir wollen mit dir zu deinem Volk gehen.
11
Aber Naemi sprach: Kehrt um, meine T├Âchter! warum wollt ihr mit mir gehen? Wie kann ich f├╝rder Kinder in meinem Leibe haben, die eure M├Ąnner sein k├Ânnten?
12
Kehrt um, meine T├Âchter, und geht hin! denn ich bin nun zu alt, da├č ich einen Mann nehme. Und wenn ich spr├Ąche: Es ist zu hoffen, da├č ich diese Nacht einen Mann nehme und Kinder geb├Ąre,
13
wie k├Ânntet ihr doch harren, bis sie gro├č w├╝rden? wie wolltet ihr verziehen, da├č ihr nicht M├Ąnner solltet nehmen? Nicht, meine T├Âchter! denn mich jammert euer sehr; denn des HERRN Hand ist ├╝ber mich ausgegangen.
14
Da hoben sie ihre Stimme auf und weinten noch mehr. Und Opra k├╝├čte ihre Schwiegermutter; Ruth aber blieb bei ihr.
15
Sie aber sprach: Siehe, deine Schw├Ągerin ist umgewandt zu ihrem Volk und zu ihrem Gott; kehre auch du um, deiner Schw├Ągerin nach.
16
Ruth antwortete: Rede mir nicht ein, da├č ich dich verlassen sollte und von dir umkehren. Wo du hin gehst, da will ich auch hin gehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.
17
Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Der HERR tue mir dies und das, der Tod mu├č mich und dich scheiden.
18
Als sie nun sah, da├č sie fest im Sinn war, mit ihr zu gehen, lie├č sie ab, mit ihr davon zu reden.
19
Also gingen die beiden miteinander, bis sie gen Bethlehem kamen. Und da sie nach Bethlehem hineinkamen, regte sich die ganze Stadt ├╝ber ihnen und sprach: Ist das die Naemi?
20
Sie aber sprach: Hei├čt mich nicht Naemi, sondern Mara; denn der Allm├Ąchtige hat mich sehr betr├╝bt.
21
Voll zog ich aus, aber leer hat mich der HERR wieder heimgebracht. Warum hei├čt ihr mich denn Naemi, so mich doch der HERR gedem├╝tigt und der Allm├Ąchtige betr├╝bt hat?
22
Es war aber um die Zeit, da├č die Gerstenernte anging, da Naemi mit ihrer Schwiegertochter Ruth, der Moabitin, wiederkam vom Moabiterlande gen Bethlehem.
Ruth kapitel 2
1
Es war auch ein Mann, ein Verwandter des Mannes der Naemi, von dem Geschlecht Elimelechs, mit Namen Boas; der war ein wohlhabender Mann.
2
Und Ruth, die Moabitin, sprach zu Naemi: La├č mich aufs Feld gehen und ├ähren auflesen dem nach, vor dem ich Gnade finde. Sie aber sprach zu ihr: Gehe hin, meine Tochter.
3
Sie ging hin, kam und las auf, den Schnittern nach, auf dem Felde. Und es begab sich eben, da├č dasselbe Feld war des Boas, der von dem Geschlecht Elimelechs war.
4
Und siehe, Boas kam eben von Bethlehem und sprach zu den Schnittern: Der HERR mit euch! Sie antworteten: Der HERR segne dich!
5
Und Boas sprach zu seinem Knechte, der ├╝ber die Schnitter gestellt war: Wes ist die Dirne?
6
Der Knecht, der ├╝ber die Schnitter gestellt war, antwortete und sprach: Es ist die Dirne, die Moabitin, die mit Naemi wiedergekommen ist von der Moabiter Lande.
7
Denn sie sprach: La├čt mich doch auflesen und sammeln unter den Garben, den Schnittern nach; und ist also gekommen und dagestanden vom Morgen an bis her und bleibt wenig daheim.
8
Da sprach Boas zu Ruth: H├Ârst du es, meine Tochter? Du sollst nicht gehen auf einen andern Acker, aufzulesen, und gehe auch nicht von hinnen, sondern halte dich zu meinen Dirnen.
9
Und siehe, wo sie schneiden im Felde, da gehe ihnen nach. Ich habe meinen Knechten geboten, da├č dich niemand antaste. Und so dich d├╝rstet, so gehe hin zu dem Gef├Ą├č und trinke von dem, was meine Knechte sch├Âpfen.
10
Da fiel sie auf ihr Angesicht und beugte sich nieder zur Erde und sprach zu ihm: Womit habe ich die Gnade gefunden vor deinen Augen, da├č du mich ansiehst, die ich doch fremd bin?
11
Boas antwortete und sprach zu ihr: Es ist mir angesagt alles, was du hast getan an deiner Schwiegermutter nach deines Mannes Tod: da├č du verlassen hast deinen Vater und deine Mutter und dein Vaterland und bist zu meinem Volk gezogen, das du zuvor nicht kanntest.
12
Der HERR vergelte dir deine Tat, und dein Lohn m├╝sse vollkommen sein bei dem HERRN, dem Gott Israels, zu welchem du gekommen bist, da├č du unter seinen Fl├╝geln Zuversicht h├Ąttest.
13
Sie sprach: La├č mich Gnade vor deinen Augen finden, mein Herr; denn du hast mich getr├Âstet und deine Magd freundlich angesprochen, so ich doch nicht bin wie deiner M├Ągde eine.
14
Boas sprach zu ihr, da Essenszeit war: Mache dich hier herzu und i├č vom Brot und tauche deinen Bissen in den Essig. Und sie setzte sich zur Seite der Schnitter. Er aber legte ihr ger├Âstete K├Ârner vor, und sie a├č und ward satt und lie├č ├╝brig.
15
Und da sie sich aufmachte, zu lesen, gebot Boas seinen Knechten und sprach: La├čt sie auch zwischen den Garben lesen und besch├Ąmt sie nicht;
16
Auch von den Haufen la├čt ├╝brigbleiben und la├čt liegen, da├č sie es auflese, und niemand schelte sie darum.
17
Also las sie auf dem Felde bis zum Abend und schlug's aus, was sie aufgelesen hatte; und es war bei einem Epha Gerste.
18
Und sie hob's auf und kam in die Stadt; und ihre Schwiegermutter sah es, was sie gelesen hatte. Da zog sie hervor und gab ihr, was ├╝briggeblieben war, davon sie satt war geworden.
19
Da sprach ihre Schwiegermutter zu ihr: Wo hast du heute gelesen, und wo hast du gearbeitet? Gesegnet sei, der dich angesehen hat! Sie aber sagte es ihrer Schwiegermutter, bei wem sie gearbeitet h├Ątte, und sprach: Der Mann, bei dem ich heute gearbeitet habe, hei├čt Boas.
20
Naemi aber sprach zu ihrer Schwiegertochter: Gesegnet sei er dem HERRN! denn er hat seine Barmherzigkeit nicht gelassen an den Lebendigen und an den Toten. Und Naemi sprach zu ihr: Der Mann geh├Ârt zu uns und ist unser Erbe.
21
Ruth, die Moabitin, sprach: Er sprach auch das zu mir: Du sollst dich zu meinen Leuten halten, bis sie mir alles eingeerntet haben.
22
Naemi sprach zu Ruth, ihrer Schwiegertochter: Es ist gut, meine Tochter, da├č du mit seinen Dirnen ausgehst, auf da├č nicht jemand dir dreinrede auf einem andern Acker.
23
Also hielt sie sich zu den Dirnen des Boas, da├č sie las, bis da├č die Gerstenernte und Weizenernte aus war; und kam wieder zu ihrer Schwiegermutter.
Ruth kapitel 3
1
Und Naemi, ihre Schwiegermutter, sprach zu ihr: Meine Tochter, ich will dir Ruhe schaffen, da├č dir's wohl gehe.
2
Nun, der Boas, unser Verwandter, bei des Dirnen du gewesen bist, worfelt diese Nacht Gerste auf seiner Tenne.
3
So bade dich und salbe dich und lege dein Kleid an und gehe hinab auf die Tenne; gib dich dem Manne nicht zu erkennen, bis er ganz gegessen und getrunken hat.
4
Wenn er sich dann legt, so merke den Ort, da er sich hin legt, und komm und decke auf zu seinen F├╝├čen und lege dich, so wird er dir wohl sagen, was du tun sollst.
5
Sie sprach zu ihr: Alles, was du mir sagst, will ich tun.
6
Sie ging hinab zur Tenne und tat alles, wie ihre Schwiegermutter geboten hatte.
7
Und da Boas gegessen und getrunken hatte, ward sein Herz guter Dinge, und er kam und legte sich hinter einen Kornhaufen; und sie kam leise und deckte auf zu seinen F├╝├čen und legte sich.
8
Da es nun Mitternacht ward, erschrak der Mann und beugte sich vor; und siehe, ein Weib lag zu seinen F├╝├čen.
9
Und er sprach: Wer bist du? Sie antwortete: Ich bin Ruth, deine Magd. Breite deine Decke ├╝ber deine Magd; denn du bist der Erbe.
10
Er aber sprach: Gesegnet seist du dem HERRN, meine Tochter! Du hast deine Liebe hernach besser gezeigt den zuvor, da├č du bist nicht den J├╝nglingen nachgegangen, weder reich noch arm.
11
Nun, meine Tochter, f├╝rchte dich nicht. Alles was du sagst, will ich dir tun; denn die ganze Stadt meines Volkes wei├č, da├č du ein tugendsam Weib bist.
12
Nun, es ist wahr, da├č ich der Erbe bin; aber es ist einer n├Ąher denn ich.
13
Bleibe ├╝ber Nacht. Morgen, so er dich nimmt, wohl; gel├╝stet's ihn aber nicht, dich zu nehmen, so will ich dich nehmen, so wahr der HERR lebt. Schlaf bis zum Morgen.
14
Und sie schlief bis zum Morgen zu seinen F├╝├čen. Und sie stand auf, ehe denn einer den andern erkennen konnte; und er gedachte, da├č nur niemand innewerde, da├č das Weib in die Tenne gekommen sei.
15
Und sprach: Lange her den Mantel, den du anhast, und halt ihn. Und sie hielt ihn. Und er ma├č sechs Ma├č Gerste und legte es auf sie. Und er kam in die Stadt.
16
Sie aber kam zu ihrer Schwiegermutter; die sprach: Wie steht's mit dir, meine Tochter? Und sie sagte ihr alles, was ihr der Mann getan hatte,
17
und sprach: Diese sechs Ma├č Gerste gab er mir; denn er sprach: Du sollst nicht leer zu deiner Schwiegermutter kommen.
18
Sie aber sprach: Sei still, meine Tochter, bis du erf├Ąhrst, wo es hinaus will; denn der Mann wird nicht ruhen, er bringe es denn heute zu Ende.
Ruth kapitel 4
1
Boas ging hinauf ins Tor und setzte sich daselbst. Und siehe, da der Erbe vor├╝berging, von welchem er geredet hatte, sprach Boas: Komm und setze dich hierher! Und er kam und setzte sich.
2
Und er nahm zehn M├Ąnner von den ├ältesten der Stadt und sprach: Setzt euch her! Und sie setzten sich.
3
Da sprach er zu dem Erben: Naemi, die vom Lande der Moabiter wiedergekommen ist, bietet feil das St├╝ck Feld, das unsers Bruders war, Elimelechs.
4
Darum gedachte ich's vor deine Ohren zu bringen und zu sagen: Willst du es beerben, so kaufe es vor den B├╝rgern und vor den ├ältesten meines Volkes; willst du es aber nicht beerben, so sage mir's, da├č ich's wisse. Denn es ist kein Erbe au├čer dir und ich nach dir. Er sprach: Ich will's beerben.
5
Boas sprach: Welches Tages du das Feld kaufst von der Hand Naemis, so mu├čt du auch Ruth, die Moabitin, des Verstorbenen Weib, nehmen, da├č du dem Verstorbenen einen Namen erweckst auf seinem Erbteil.
6
Da sprach er: Ich vermag es nicht zu beerben, da├č ich nicht vielleicht mein Erbteil verderbe. Beerbe du, was ich beerben soll; denn ich vermag es nicht zu beerben.
7
Und es war von alters her eine solche Gewohnheit in Israel: wenn einer ein Gut nicht beerben noch erkaufen wollte, auf da├č eine Sache best├Ątigt w├╝rde, so zog er seinen Schuh aus und gab ihn dem andern; das war das Zeugnis in Israel.
8
Und der Erbe sprach zu Boas: Kaufe du es! und zog seinen Schuh aus.
9
Und Boas sprach zu den ├ältesten und zu allem Volk: Ihr seid heute Zeugen, da├č ich alles gekauft habe, was dem Elimelech, und alles, was Chiljon und Mahlon geh├Ârt hat, von der Hand Naemis;
10
dazu auch Ruth, die Moabitin, Mahlons Weib, habe ich mir erworben zum Weibe, da├č ich dem Verstorbenen einen Namen erwecke auf sein Erbteil und sein Name nicht ausgerottet werde unter seinen Br├╝dern und aus dem Tor seines Orts; Zeugen seid ihr des heute.
11
Und alles Volk, das im Tor war, samt den Ältesten sprachen: Wir sind Zeugen. Der HERR mache das Weib, das in dein Haus kommt, wie Rahel und Leah, die beide das Haus Israels gebaut haben; und wachse sehr in Ephratha und werde gepriesen zu Bethlehem.
12
Und dein Haus werde wie das Haus des Perez, den Thamar dem Juda gebar, von dem Samen, den dir der HERR geben wird von dieser Dirne.
13
Also nahm Boas die Ruth, da├č sie sein Weib ward. Und da er zu ihr einging, gab ihr der HERR, da├č sie schwanger ward und gebar einen Sohn.
14
Da sprachen die Weiber zu Naemi: Gelobt sei der HERR, der dir nicht hat lassen abgehen einen Erben zu dieser Zeit, da├č sein Name in Israel bliebe.
15
Der wir dich erquicken und dein Alter versorgen. Denn deine Schwiegertochter, die dich geliebt hat, hat ihn geboren, welche dir besser ist als sieben S├Âhne.
16
Und Naemi nahm das Kind und legte es auf ihren Scho├č und ward seine W├Ąrterin.
17
Und ihre Nachbarinnen gaben ihm einen Namen und sprachen: Naemi ist ein Kind geboren; und hie├čen ihn Obed. Der ist der Vater Isais, welcher ist Davids Vater.
18
Dies ist das Geschlecht des Perez: Perez zeugte Hezron;
19
Hezron zeugte Ram; Ram zeugte Amminadab;
20
Amminadab zeugte Nahesson; Nahesson zeugte Salma;
21
Salma zeugte Boas; Boas zeugte Obed;
22
Obed zeugte Isai; Isai zeugte David.
   

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